Sabine Rieke und Friedrich-Wilhelm Micus präsentieren das erste Kampagnen-Poster.

CORPORATE & STRATEGIE

Weniger Einweg und Plastik

Ab Sommer 2021 verbietet die EU viele Ein­weg­gegenstände aus Plastik. Symrise startet in Holzminden schon jetzt eine Kampagne zur Nachhaltigkeit.

„Plastikbecher verschwunden. Suche zwecklos.“, steht in großen Buchstaben auf dem Plakat, das in einem der Flure in der Symrise Zentrale in Holzminden hängt. Darunter – in kleinerer Schrift – folgt die Erklärung. Ab dem 3. Juli 2021 verbietet die EU viele Einweggegenstände aus Plastik – und Symrise unterstützt diesen Vorstoß, indem es zum Beispiel im Bereich der Qualitäts­kontrolle fast alle Plastikbecher durch kompostierbare Becher aus recyceltem Material ersetzt. Rund 300.000 Kunststoffgefäße können so pro Jahr eingespart werden.

Das Poster ist Teil einer Nach­haltig­keits­kampagne, die Symrise Anfang 2021 in den Stand­orten gestartet hat. „Wir nehmen damit unsere Mitarbeiter in den Blick, denen wir auf leichte Weise das komplexe Thema näherbringen wollen“, sagt Sabine Rieke, Quality Control Sensory Flavor, die die Kampagne konzipiert hat. „Sie sollen dazu inspiriert werden, die Ressourcen besser zu schonen und bewusster zu handeln.“

Neben dem Plastik-Motiv gibt es mo­men­tan weitere sechs Varianten, die mit fei­nem Hu­mor zum Beispiel darauf ver­weisen, dass Symrise Einweg­ver­packungen aus der Kantine verbannt oder auch in der Abteilung Oral Care ab Ende 2020 alle Plastik- durch Bambusbürsten ersetzt hat. Andere Plakate fordern hin­gegen zu Verhaltensänderungen auf, indem sie etwa darauf verweisen, dass es nachhaltige Alter­nativen zu flüssigem Shampoo gibt oder dass sich mit der Halbierung des eigenen Fleischkonsums große Mengen Wasser und CO2-Emis­sionen sparen lassen. Auf mittelfristige Sicht sollen die Mitarbeiter konzernweit mit­machen, sagt auch Friedrich-Wilhelm Micus, der für die Nach­haltigkeits­kommu­nikation im Unternehmen ver­ant­wortlich ist. „Wir verfolgen klare strategische Ziele inner­halb unseres Nach­haltig­keits­an­satzes, die wir eben nicht nur nach außen, sondern auch nach innen kommunizieren wollen.“ Dafür werden neben den Postern sämtliche internen Medien wie die Mit­arbeiter­zeitung Team Spirit oder auch die digitalen Kanäle genutzt. Im Fokus steht immer, die Mitarbeiter zum Mitmachen zu mo­tivieren, sagt Micus. „Nur gemeinsam können wir die großen Aufgaben angehen, die der Klimawandel an uns stellt.“

Nur gemeinsam können wir die großen Auf­ga­ben angehen, die der Klimawandel an uns stellt.“

Friedrich-Wilhelm Micus, Leiter Nachhaltigkeitskommunikation