MARKT & TECHNOLOGIE

Nach­haltig­keit ist eine Aufgabe aller

Symrise sorgt rund um den Globus für Klimaschutz und eine saubere Umwelt. 120 Nachhaltigkeitsbotschafter setzen sich weltweit mit Projekten und Aktionen für nachhaltiges Denken und Handeln ein.

Viele Symriser engagieren sich jeden Tag für eine bessere, nachhaltigere Welt. Jeden Tag. Übertrieben? Mitnichten! Denn Umweltschutz und Fürsorge sind rund um die Uhr ein Thema. Beides sind auch Kernthemen der Nachhaltigkeitsagenda (FISC) von Symrise. Sich ganz persönlich einzubringen – dazu muss man über seine Jobbeschreibung hinaus bereit sein und manchmal auch einen langen Atem haben. Während und außerhalb der Arbeit. Das läuft dann etwa so: Wenn Bonita Haikalis, Human Resources Manager APAC in Sydney, ihre täglichen Umweltaktionen am Abend beendet, steht Mariana Martins, Environment and Sustainability Coordinator, LATAM in Brasilien, gerade auf. Und startet mit ihren Projekten in den Tag. Währenddessen sind Dominic Mangione, Material Planning Flavor EAME in Braunschweig, Yolanda van der Riet, Area Sales Manager Nutrition EAME in Kapstadt, und Gaelle Le Goff, Sensory Project Leader S&C EAME in Paris, gerade mittendrin im Geschehen. Wenn sich in Deutschland, Südafrika und Frankreich der Tag dem Ende neigt, startet Bonita am anderen Ende der Welt bereits wieder durch.

Haikalis, Martins, Mangione, van der Riet und Le Goff gehören zu den „Sustainability Ambassadors“, den Botschaftern für Nachhaltigkeit. 120 von ihnen gibt es aktuell bei Symrise rund um den Globus. Und es werden immer mehr. Die Botschafter initiieren, starten, treiben und bearbeiten erfolgreich eine Vielzahl von Nachhaltigkeitsprojekten weltweit und leisten so mit jedem Projekt einen direkten Beitrag für Klimaschutz, Umwelt und Gesellschaft.

Nachhaltigkeit ist ein integraler ­Bestandteil unseres Geschäftsmodells.

Doris Gattermann, Manager Corporate Sustainability

Weniger Plastik I


Das Projekt Plastikvermeidung und -reduktion wird inzwischen weltweit an allen Symrise Standorten umgesetzt. In Holzminden wurden bisher 20.000 Plastikbecher zum Wiegen kleiner Mengen verwendet und weggeworfen. Jetzt nutzen die Kollegen 50 kleine wiederverwendbare Metallbecher. Braunschweig verbessert seinen ökologischen Fußabdruck, indem es Einweg-Kunststoffbecher durch Becher aus Hartpapier ersetzt. Seit Januar 2020 sind alle Einwegbecher aus Kunststoff verboten. Das erspart 51.000 Plastikbecher jährlich. Brasilien hat im Dezember 2019 an seinen vier Standorten eine Null-Plastikbecher-Praxis eingeführt. Beeindruckend: von jährlich 669.350 Tassen auf 0 (NULL!).

EINE AUFGABE FÜR ALLE

Die Nachhaltigkeitsbotschafter sind in allen Divisionen und Regionen des Konzerns tätig. Alle haben es sich in und neben ihrem Job zur Aufgabe gemacht, die Umwelt zu schonen. Ihr Selbstverständnis: „Nachhaltigkeit zur Aufgabe aller machen, um gemeinsam eine nachhaltige Kultur und Umwelt für Symrise und alle Beteiligten zu schaffen“, sagt Doris Gattermann, Manager Corporate Sustainability in Holzminden. „Wir machen die Nachhaltigkeit zur Mission jedes Einzelnen.“ Das stehe keineswegs im Gegensatz zu den ökonomischen Zielen des Unternehmens, im Gegenteil: „Wir streben nach wirtschaftlichem Erfolg und übernehmen gleichzeitig Verantwortung für Umwelt, Mitarbeiter und Gesellschaft. Nachhaltigkeit ist ein integraler Bestandteil unseres Geschäftsmodells bei Symrise“, betont sie.

Wofür setzen sich Haikalis, Martins, Mangione, van der Riet und Le Goff und ihre Kollegen nun ganz konkret ein? Ob Plastikbechervermeidung sowie Altöl- und Elektronikschrottsammlungen weltweit, ob nachhaltige Handwerkerwettbewerbe, hygienische Unterstützung für Mädchen oder Vorsorgeuntersuchungen für Menschen im ländlichen Afrika, ob Rettung und Aufzucht von Robben oder Gemüsegartenprojekte für die gesunde Ernährung armer Bevölkerungsteile in Südafrika, ob der Bau von Bienenhotels oder Betriebsfahrräder für „bewegte“ Pausen der Mitarbeiter in Braunschweig und Paris – ständig gibt es Hunderte parallel laufende Symrise Nachhaltigkeitsprojekte weltweit.

Viele der Initiativen haben das Ziel, den CO₂-Fußabdruck auf allen Kontinenten zu reduzieren und überall Methoden des nachhaltigen Wirtschaftens zu etablieren. „Mit unseren Initiativen und Projekten wollen wir aufzeigen, dass bereits kleine Maßnahmen Positives bewirken können und somit auch den Blick für nachhaltiges Handeln schärfen“, sagt Doris Gattermann. Konkret geht es um die Beseitigung von Einweg-Kunststoffen, weniger Abfall, weniger Wasser-, Strom- und Ressourcenverbrauch, aber auch um Arbeits- und Lebenssicherheit, Zusammenarbeit mit den Gemeinden, nachhaltige Erholung und Sport in der Freizeit.

Mülltrennung


In Großbritannien wird unter dem Motto „Reduzieren! Wiederverwenden! Recyceln!“ Müll strikt vermieden, getrennt und wiederverwertet. Recyclingtonnen können auch für die Wohnung bestellt werden.

In Indonesien wird nun ebenfalls Müll strikt getrennt. Das diene nicht nur der Umwelt, sondern „erhöht auch den Wert unserer Arbeitsumgebung und macht weniger schlechte Gerüche“, finden die Kollegen.

In Australien schulte ein „Abfallausschuss“ alle Mitarbeiter, um Müll am Arbeitsplatz und zu Hause zu reduzieren und zu recyceln. Labore, Fabriken, Lager und Büros wurden untersucht, um Kunststoffe, Papier und Chemikalien zu reduzieren. Die Unternehmensziele bei der Abfallreduzierung werden seitdem erfüllt, teils übertroffen.

In Gesprächen, etwa über Unternehmens- und Divisionsstrategien sowie mit konkreten Aktivitäten und Projekten, beziehen die Nachhaltigkeitsbotschafter ihre Kollegen immer mit ein. Das Botschafternetzwerk ist offen, jeder ist eingeladen, mitzumachen (Kontaktinfo am Ende). Globale Verantwortliche sichern den Informationsfluss zwischen der Symrise Zentrale, den Divisionen und den Regionen. Globale Verantwortliche sichern den Informationsfluss zwischen der Symrise Zentrale, dem Nachhaltigkeitsausschuss und den Divisionen durch regelmäßige Gespräche mit den regionalen Koordinatoren, die wiederum den Kontakt zu den lokalen und regionalen Botschaftern sicherstellen und gemeinsam sinnvolle mitarbeiterbezogene Aktivitäten und Initiativen zu lokalen Themen stimulieren und fördern. Wichtig dabei ist vor allem auch der Ideen- und Erfahrungsaustausch, um gemeinsam und regionenübergreifend noch mehr bewirken zu können.

Eine von ihnen ist Gaelle Le Goff. Sie arbeitet seit 2018 bei Symrise in Clichy und engagiert sich sehr bei der Reduktion von Plastikbechern. „Täglich gebe ich mein Bestes, um meinen persönlichen CO₂-Fußabdruck zu verkleinern und nachhaltig zu leben. Da war es logisch, dass ich bei Symrise das Gleiche tue“, begründet sie ihre Motivation. Gemeinsam mit ihrem Team hat Le Goff den Verbrauch von Einweg-Plastikbechern am Standort in Clichy signifikant reduziert. „Wir haben jedem Kollegen erklärt, dass Kunststoffabfälle enorme Auswirkungen auf die biologische Vielfalt und auf die menschliche Gesundheit haben. Dann haben wir jedem persönlich gestaltete Becher angeboten. Alle haben zugegriffen.“ In einem nächsten Schritt wollen die Kollegen in Paris jetzt „null Plastik“ erreichen. Dafür werden nun auch Besuchern wiederverwendbare Becher angeboten, mit Erfolg.

Ein nachhaltiges Umfeld können wir nur mit dafür sensibilisierten Menschen schaffen.

Dominic Mangione, Material Planning, Flavor EAME

Weniger Plastik II


In Frankreich ersetzen wiederverwendbare Löffel die bisher 20.000 Plastiklöffel jährlich. Neben der geringeren Abfallmenge bieten die neuen Löffel auch einen weiteren Vorteil: eine bessere Widerstandsfähigkeit und Ergonomie. Außerdem wurden im Januar 2020 alle neuen Einwegartikel aus Kunststoff vom Markt genommen. Jetzt gibt es personalisierte Becher. Außerdem wurden im Januar 2020 alle neuen Einwegartikel aus Kunststoff vom Markt genommen. Jetzt gibt es personalisierte Becher.

In Thailand werden seit Juli 2019 Plastikflaschen durch kompostierbare Becher ersetzt. Sie werden aus Biomasse gewonnen. Auf Deponien erzeugt ihr Abbau 70 Prozent weniger Treibhausgase. 144 Flaschen pro Monat werden eingespart.

Auch in Indonesien bringen die Mitarbeiter inzwischen eigene Becher mit, um die Menge an Plastikflaschen zu verringern.

Wir wollen eine komplette Kohlendioxid-Neutralisierung auf Deponien erreichen.

Mariana Martins, Environment and Sustainability Coordinator, LATAM

Nächste konkrete Ziele gibt es schon: „Wir planen einen Kompost für Bioabfälle vor Ort. Und wir möchten die Spende von Marktproben umweltfreundlicher gestalten, sowohl für Kosmetik- und Hygieneprodukte, aber auch für Lebensmittel oder Heimtiernahrung“, berichtet Le Goff. Eine der dienstältesten Nachhaltigkeitsbotschafterinnen im Symrise Netzwerk ist Mariana Martins aus Brasilien. Sie ist seit 2012 Mitglied des lokalen Nachhaltigkeitskomitees und seit 2014 Botschafterin für Nachhaltigkeit in der Region LATAM. Mariana Martins hat bereits mehrere Dutzend Projekte initiiert und begleitet. „Zurzeit arbeiten wir an zwei besonders herausfordernden Themen“, erzählt sie. „Wir wollen CO₂-Neutralität erreichen und arbeiten an Konzepten zur Vermeidung von Deponiemüll („Zero-Waste to Landfill“). Und beim Thema Beschaffung wollen wir konsequent und lückenlos die Rückverfolgung von Rohstoffen sichern. Das wird inzwischen auch von vielen Kunden verlangt.“

Dominic Mangione aus Braunschweig beschäftigt sich schon lange mit Nachhaltigkeit. Bereits seine Diplomarbeit war diesem Thema gewidmet. „Ich bin einfach so erzogen, ich handele in meiner Freizeit so nachhaltig wie möglich. Und was im Privatleben geht, geht auch im Job“, ist er überzeugt. Fahrradaktion, Mülltrennung, die Verbannung von 51.000 Plastikbechern und 13.500 Plastiktüten – die Liste der konkreten Aktionen ist lang in Braunschweig. Bei den vielen Aktionen, die Mangione in Deutschland in den vergangenen Jahren begleitet hat, ist ihm aber auch eins klar geworden: „Ein nachhaltiges Umfeld können wir nur mit dafür sensibilisierten Menschen schaffen, beispielsweise beim Konsumverhalten oder einem schonenden Umgang mit Ressourcen. Jeder Einzelne kann dafür seinen Beitrag leisten!“

Bonita Haikalis kam 2016 aus der australischen Agrarlebensmittelindustrie zu Symrise. „Schon dort habe ich mich für saubere, grüne, sichere Lebensmittel engagiert. Mit den Symrise Nachhaltigkeitsbotschaftern und deren Netzwerk bekommen unsere Aktivitäten hier noch einmal richtigen Schub“, sagt sie. Sicherheitstage, Abfallreduzierung, Recycling sind in Australien inzwischen Themen, die den Menschen unter den Nägeln brennen. „Und wir, Symrise, machen ihnen Angebote dazu“, sagt Haikalis stolz.

Das Botschafter-Netzwerk gibt unseren Aktionen den richtigen Schub.

Bonita Haikalis, Human Resources Manager, APAC

Wiederverwendung


In Thailand wird unter dem Konzept "Kreislaufwirtschaft“ Müll recycelt. Daraus entstehen jetzt Versand- und Obsttaschen, Brotbeutel, Wickel- und Luftpolsterfolie, Damenbinden- und Eisbeutel. Das Konzept „Circular Economy“ nutzt Ressourcen, reduziert Kunststoffabfälle und verringert die Produktion neuer Gebrauchsmittel. In Brasilien haben Kollegen alte IT-Ausrüstung an Institutionen und Jugendliche gespendet. Rechner und Drucker werden weiter genutzt. In Großbritannien werden Lebensmittelabfälle nicht mehr weggeworfen. Sie landen nun bei örtlichen Wohltätigkeitsorganisationen und der Lebensmittelbank. Auch in Singapur werden Lebensmittelabfälle reduziert und einem guten Zweck zugeführt. In Madagaskar organisierten die Kollegen ein Null-Müll-Picknick sowie einen Beach-Clean-Day. 14 Tonnen Abfall und 128 Kilogramm Plastik wurden ingesammelt und verwertet.

Wir müssen uns mit unseren Aktivitäten auf die Sorgen der Menschen einstellen.

Yolanda van der Riet, Area Sales Manager, Nutrition EAME

Vor besonderen Herausforderungen steht Yolanda van der Riet in Südafrika. Ihre tägliche Arbeit unterscheidet sich von derjenigen vieler anderer Botschafter. Denn immer noch ist Afrika einer der ärmsten Kontinente – dort haben die Einwohner zunächst andere Sorgen, als an ihre Umwelt zu denken. „Darauf müssen wir uns mit unseren Aktivitäten einstellen“, weiß van der Riet. „So haben wir 2018 in Zusammenarbeit mit ‚Child Welfare‘ und ‚The Dignity Cam­paign‘ zwei Veranstaltungen durchgeführt, bei denen wir 100 lokalen Schulmädchen aus dem ländlichen Teil des Westkaps ein ‚Würde-Paket‘ übergeben konnten. Die darin enthaltenen Hygieneartikel versetzten sie überhaupt erst in die Lage, auch während ihrer monatlichen Regelblutung die Schule besuchen zu können.“ Fünf Jahre reiche das „Würde-Paket“, sagt van der Riet stolz. Aktuell verwandeln die südafrikanischen Nachhaltigkeitsbotschafter von Symrise gerade vielerorts alten Verpackungsmüll in Geld, um damit weitere Projekte zu finanzieren. Geplant sind Angebote für psychische Gesundheit, Vorsorgeuntersuchungen und Früherkennung. Van der Riet: „Davon hören viele Afrikaner zum ersten Mal in ihrem Leben.“

JEDER BEITRAG ZÄHLT Es sind viele kleine und manch größere Projekte, die die Symrise Nachhaltigkeitsbotschafter seit 2015 erfolgreich betreiben. Jedes für sich ist nicht gleich eine Revolution. Aber jedes bringt einen nachvollziehbar-messbaren Nutzen. Vor allem aber in der Summe aller Aktivitäten leisten das Unternehmen, die Nachhaltigkeitsbotschafter und alle Mitarbeiter von Symrise einen großen Beitrag für Klimaschutz, Umwelt und Gesellschaft weltweit“, ist Doris Gattermann überzeugt.

Das Netzwerk der Nachhaltigkeits­botschafter ist ein Leuchtturmprojekt in Sachen Nachhaltigkeit bei Symrise. Durch ihr Engagement übernehmen die Mitarbeiter Verantwortung für unsere Kunden, Konsumenten, Mitarbeiter, die Gesellschaft und die Umwelt. Und leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Erreichung der 17 Ziele der Vereinten Nationen für eine nachhaltige Entwicklung.
Dr. Heinz-Jürgen Bertram, CEO

Alle UN-Nachhaltigkeitsziele finden Sie im SymPortal: https://t1p.de/SYM-SDG


Weitere Informationen zum Ambassador Netzwerk finden Sie hier: https://t1p.de/SYM-Sust-Ambassador

Wie wird man Sustainability Ambassador?


Sich für die Umwelt und die Mitmenschen stark zu machen, zeugt von Verantwortung und einer Haltung. Wer sich für Nachhaltigkeitsthemen interessiert und motiviert ist, sich dafür in Projekten zu engagieren und die Kollegen dabei mitzunehmen – ist genau richtig bei den Nachhaltigkeitsbotschaftern. Dieses Engagement läuft neben dem Job. Info: