CORPORATE & STRATEGIE

Arbeits­schutz ist im­mer Team­arbeit

Die Sicherheit im Unternehmen steht für Symrise an oberster Stelle. Ein Team von acht Personen unterstützt mit ihrer Fachkompetenz die jeweiligen Be­treuungsbereiche beim Thema Ar­beitssicherheit, damit alle Mitarbeiter sicher und geschützt arbeiten können und gesund bleiben.

­­Telefonieren beim Treppensteigen, mit bloßen Händen eine Maschine säubern, ohne Schutzbrille im Labor experimentieren. Eine Weile geht das gut und irgendwann geht es schief: 90 Prozent der Unfälle sind verhaltens­bedingt und durch Menschen verursacht. Damit besitzt das Thema in der Arbeits­welt einen enormen Stellenwert und Sicherheit und Gesundheit am Arbeits­platz spielen eine enorm große Rolle. „Mitarbeiter müssen während ihres Aufenthaltes im Unternehmen sicher und geschützt sein. Damit sie vom Eintritt in die Arbeits­welt bis zum Austritt gesund bleiben“, sagt Jennifer Hasslinger, Fach­kraft für Arbeitssicherheit. Rechtliche Vorgaben lenken und steuern den Arbeits­schutz in Deutschland. Bei Symrise ist der Bereich Sicherheit bei Tesium ange­bun­den. Hier arbeiten acht Fachkräfte für Arbeits­sicherheit. „Wir sehen uns als Helfer, die dem Arbeitgeber bei der Erfüllung dieser gesetzlichen Vorgaben mit Rat und Tat zur Seite stehen“, so Hasslinger.

GEBALLTES WISSEN Welche Qualifikationen sie dafür mit­bringen müssen und welche Aus­bildung sie dann zu dieser Tätigkeit berechtigt, regelt das Arbeits­sicher­heitsgesetz. Fest­geschrieben sind auch regel­mäßige Fort­bildungen. Jeder dieser acht Exper­ten hat darüber hinaus einen zusätzlichen, spezi­ellen Betreuungs­bereich. „Also muss jeder von uns die gesamte Fachkenntnis be­sitzen, plus weiteres Spezial­wissen“, macht Bernd Zeißler, Fachkraft für Ar­beits­­­sicherheit, deut­lich. Er ist zugleich An­sprechpartner für Gefahrstoffe. Und dafür muss er sich mit den Gesetz­ge­bungen und Hinter­gründen perfekt aus­kennen. Das Gleiche gilt für Peter Asche, der den Werkschutz betreut, und für Ralf Galonska, der Spezialist für den Explo­sions­schutz ist. Oder Benjamin Mewes, den Experten für den Brand­schutz. Hans Dick hat sich auf Ma­schinen­­sicherheit spezialisiert und Holger Paetz auf Betrieb­liches Gesund­heitsmanagement. Oliver Düker kümmert sich um die Umwelt- Sicherheits- und Gesundheits­software „sam“ von Secova. Auch Jennifer Hasslinger hat ein Spezialgebiet: Sie ist für die Zertifi­zierungen im Arbeitsschutz zuständig.

Jede der acht Fachkräfte für Arbeitssicherheit hat ein weiteres Spezialgebiet:

Peter Asche, Betreuungsbereich: Chemical Production Supply Chain – An­sprechpartner (AP) für Maschinen­sicherheit und BASA 3

Hans Dick, Betreuungsbereich: Bürobereiche – AP für PSA gegen Absturz, Maschinen­sicherheit, ASA, BASA5 und Secova

Oliver Düker, Betreuungsbereich: FLA-Supply Chain – AP für BASA2 und Secova

Ralf Galonska, Betreuungsbereich: Symotion – AP für Vibration, Explosionsschutz, PSA gegen Absturzgefahren, BASA1 und PAAG

Jennifer Hasslinger, Betreuungsbereich: FRA-Supply Chain – AP für Zertifizierung, Audits, „Drive to 100% safety“ und REACh

Benjamin Mewes, Betreuungsbereich: CI, Symrise Braunschweig – AP für Brandschutzthemen, Hubarbeitsbühnen, Krananlagen, inkl. Anschlagmittel

Holger Paetz, Betreuungsbereich: Rosenheim – AP für Körperschutz, Arbeitsmedizin, Betriebliches Gesundheitsmanagement

Bernd Zeißler, Betreuungsbereich: Labor und anwendungstechnische Bereiche, Tesium – AP für Sicherheits­beauftragte, BG-Kontakt, Gefahrstoffe, BASA4 und Erstunterweisung

GEMEINSAM LÖSUNGEN FINDEN Arbeitssicherheit soll immer proaktiv sein. Das heißt: Es darf nicht erst etwas pas­sieren, bevor sich jemand mit dem Thema beschäftigt. „Damit ist die Gestal­tung des Arbeitsplatzes auch ein Kern­element unserer Tätigkeiten“, so Peter Asche. Und zwar ein sehr komplexes. In diesem Zusammenhang wird als Werk­zeug die Gefähr­dungs­beurteilung ange­wendet. Zu den Gefährdungs­faktoren ge­hören: mechanische Ge­fahren, elek­trische Gefahren, psychische Gefahren, biolo­gische Gefahren, physische Ge­fah­ren, orga­nisatorische Mängel, Ge­fährdung durch Arbeitsplatz­ge­staltung, Gefähr­dung durch ergo­nomische Faktoren, elek­trische Gefährdung, Gefährdung durch Stoffe, Gefährdung durch Brände und Explo­sio­nen, Gefährdung durch spezielle physika­lische Einwirkungen sowie sonstige Ge­fährdungs- und Belastungs­faktoren.

Im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung beraten die Fachkräfte für Arbeits­sicher­heit die Führungskräfte und zeigen Lösungs­­ansätze auf. Denn es gibt nicht immer nur die eine, sondern sehr viele Lösungen für eine Situation. Im Rahmen der Sicherheits­arbeit bei Symrise, Tesium und Symotion werden betriebsspe­zifische und rechtliche Anfor­derungen berück­sichtigt. So ver­suchen die Fachkräfte für Arbeitssicherheit gemein­sam mit den Be­teiligten vor Ort, in Ge­sprächen die best­­mögliche Lösung zu finden. Das Ergebnis dieser Gefährdungs­beur­teilung wird dann unter an­derem in „sam“ eingepflegt, einer modularen Software von Secova. „Das gibt uns die Möglichkeit, die Abarbeitung der ver­einbarten Maß­nahmen über das System zu gewähr­leis­ten“, sagt Oliver Düker. Das erfolgt durch automatische Erinnerungen an die Füh­rungs­­kräfte. Seit Anfang 2020 läuft über diese Software auch das Vorfall­management (Secova-Handbuch). „Damit ist eine ganzheitliche Unfall­nachverfolgung bei Symrise garan­tiert“, berichtet Düker.

Man kann nicht oft genug über Sicherheit spechen.

Jessica Hildebrandt, Standortkommunikatorin

Sicher mit dem Werkschutz


Der Werkszugang ist die Visitenkarte eines Unternehmens. Hier begegnen Mitarbeiter, Gäste und Zulieferer als Allererstes den Mit­arbeitern des Werkschutzes. „Neben klas­sischen Tätigkeiten der Zugangskontrolle haben die 20 Kollegen ein anspruchsvolles und sich ständig weiterentwickelndes Ar­beits­gebiet, und das an 24 Stunden und sieben Tagen in der Woche“, erklärt Peter Asche von Tesium. Er ist Leiter des Werk­schutzes in Holzminden. Zu den vielfältigen Aufgaben des Werkschutzes gehören neben dem Tor- und Pforten­dienst auch das Besucher­mana­ge­ment, die Regelung eines Teils der An- und Auslieferungen, Schließdienste, Sanitäts­dienst sowie die Überwachung innerbetrieb­licher Ver­kehrsströme und der unterschied­lichen Anlagen sowie besondere Streifen­dienste auf dem Werksgelände. Auch das Nachbarschafts­telefon steht beim Werk­schutz, sodass Anwohner ihre Anliegen mit­teilen können. Vor der Einführung technischer Neuerungen im Betrieb wird der Werkschutz als Erstes miteinbezogen. Laut Asche ist das ein stän­diger Lernprozess: Neue Techno­lo­gien verstehen lernen und neue Maß­nahmen ableiten.

Der Betrieb ruht nie. Die Aufschaltungen, also die unterschied­lichen Alarme und Alarm­systeme, die in der Werkschutzzentrale anlaufen, werden tagein, tagaus überwacht. Wenn eine Abweichung entdeckt wird, sind die 20 Kollegen gefordert, unmittelbar die richtigen Maßnahmen ab- und einzuleiten. Pro Jahr gibt es durch­schnittlich 400 Alarme, bei denen Maßnahmen erforderlich sind. Dazu kommen in Nicht-Pandemiezeiten gut 150 Besucher und 60 Schlüsselaus­hän­digun­gen pro Tag, die überwacht und doku­men­tiert werden müssen.

Jessica Hildebrandt ist für die Kommunikation beim Thema Arbeits­sicherheit verantwortlich.

Der Umgang mit Feuerlöschern gehört für Benjamin Mewes zur Routine. Weil eine Notfall­situation immer unerwartet eintritt, hat er auch keine Hands­chuhe an oder einen Helm und eine Schutzbrille auf.

Die Gestaltung des Arbeits­platzes ist ein Kernelement unserer Tätig­keiten.

Peter Asche, Fachkraft für Arbeitssicherheit

KOLLEGEN SIND VORBILDER Arbeitssicherheit gehört als wesentliches Element zur Nachhaltigkeits- und Unter­nehmensstrategie von Symrise. Zusam­men mit allen Mitarbeitern wollen die Fach­kräfte für Arbeitssicherheit eine ge­meinsam gelebte Sicherheitskultur auf­bauen, durch die ein einheitliches Ver­ständnis für das Thema Arbeits­sicher­heit und Gesundheit geschaffen werden soll. Denn: Sicherheit beginnt im Kopf. Nur mit dem nötigen Be­wusstsein können Arbeits­unfälle verhindert werden. Hierbei ist es wichtig, dass alle Kollegen und besonders die Auszubildenden verstehen, was Sicher­­heit bedeutet und wie sie an dem jeweiligen Arbeits­platz umgesetzt werden kann. Wichtig dabei ist, dass jeder Mit­arbeiter ein Vorbild für den anderen ist. Das Projekt „Drive to 100% Safety“ soll vorerst bei Tesium um­gesetzt werden. Es wird durch eine umfangreiche Kommu­ni­kationskampagne begleitet. Ein neuer, ganz ent­scheidender Punkt dabei ist, dass die Arbeitssicherheit zukünftig mit einem eigenen Logo intensiver wahrgenommen werden wird. Gestärkt wird die Kampagne durch den Slogan „Geh nicht zu weit. Geh auf Nummer sicher“. Die neue Bildsprache besteht aus mehre­ren Ebenen: 15 Knet­männchen sowie Fotos der Fachkräfte für Arbeitssicherheit. Weiterhin ist jede Fachkraft für Arbeits­sicherheit Mentor für ein Knetmännchen. Einige davon sind bereits hier zu sehen. In den kom­menden Monaten werden weitere vorgestellt werden. Die Kommunikationskampagne wird die Mitarbeiter über längere Zeit begleiten. Ein kontinuierlicher Informationsfluss bringt das Thema Arbeitssicherheit immer wieder ins Be­wusst­sein. So wird es eine neue SymPortal-Community, regelmäßige Beiträge in der Team Spirit und ver­schie­dene Broschüren geben.

­Arbeitssicherheit muss für jeden Mit­arbeiter zur Routine werden. „Die Kom­mu­nikationskampagne soll die Schaffung einer neuen Sicherheitskultur unter­stützen“, so Jessica Hildebrandt. Das Pro­jekt wird nach einem positiven Pilot-Start bei Tesium im nächsten Jahr suk­zessive am Standort Holz­minden aus­gerollt. GESUNDER MENSCHENVERSTAND Um ein hohes Sicherheitsniveau in dem jeweiligen Bereich zu erlangen, ist die Mitar­beit aller erforderlich. Nur im Team, an­gefangen von der Führungskraft bis zum Mitarbeiter, und mit Unterstützung des Sicherheitsbeauftragten und der Fach­kraft für Arbeitssicherheit kann das ge­lingen. Hilfe bekommen die Teams durch die Nutzung von digitalen Sys­temen wie „sam“ von Secova. Teamarbeit bedeutet in diesem Kontext aber auch, dass die Mit­arbeiter sich an die Sicherheitsvorschriften und die jeweiligen Führungskräfte sich an die vorge­schrie­bene Dokumentation halten. Und diese die Vorgänge im Vorfallmanagement-Mo­dul von „sam“ eingeben. „Die Abtei­lungen sind aufgefordert, Unfälle ins Sys­tem einzutragen. Und wir unterstützen dann die Nach­verfolgung“, sagt Oliver Düker. Aber die Doku­mentation betrifft nicht nur Arbeitsunfälle, sondern auch die Gefähr­dungs­­beur­teilung. Die Vorgänge wer­den komplett nachgehalten, also vom Erstein­trag über sämtliche Änderungen, bis alle Maß­nahmen abgearbeitet sind und der Vorgang erledigt ist. „Wir müssen da­hin kommen, dass wir alle einheitlich mit diesem System arbeiten“, appelliert Düker. Arbeitssicherheit muss so normal sein wie Zähneputzen. Und sie kann nur funktio­nieren, wenn jeder einzelne Mitarbeiter sowohl auf die eigene Sicherheit achtet als auch ein Auge auf seine Kollegen hat. Sicher­heit muss zum Alltag werden.


Alle UN-Nachhaltigkeitsziele finden Sie im SymPortal: https://t1p.de/SYM-SDG

Schema der internen Abläufe nach einem Unfall oder einem Schadens­ereignis.

Damit du gesund bleibst!

Seit zehn Monaten bestimmt die Corona-Pandemie den Arbeitsalltag. Auch bei Symrise bestimmen Hygienemaßnahmen den Arbeitsalltag.

Immer im Fokus: Sicher­heit in Anlagen und an Arbeitsplätzen­­

Überall dort, wo Menschen arbeiten, kann es zu Unfällen kommen. Damit das keinesfalls passiert, müssen Sicher­heitsstandards eingehalten werden. Von Anfang an.