Enge Straßen, verwinkelte Anlagen, ein großer Lkw: Die Fahrer von Symotion sind hoch konzentriert unterwegs. Hier im Bild: Andreas Neitzel, Interne Transporte.

PRODUKTE & KUNDEN

Augen auf im Werks­verkehr

Jeden Tag fahren tonnenschwere Fahrzeuge – zum Teil mit Ge­fahr­stoffen – auf den Straßen der Symrise Produktions­stätten. Damit Unfälle vermieden werden, müssen alle Ver­kehrsteilnehmer achtsam sein.

Die Straßen sind schmal und ver­win­kelt, es gibt weder Ampeln noch Zebra­streifen. Dennoch: Auf dem Gelände der Werke Solling und Weser gilt die Straßen­­verkehrsordnung. „Das aber ist so manchem Mitarbeiter gar nicht wirklich bewusst“, sagt Reinhard Nowak, Geschäftsführer vom Symotion. So ist ihm aufgefallen, dass einige Kollegen die Straße überqueren und dabei auf ihr Handy schauen oder nebeneinander laufen. Der Verkehr wird so gar nicht wahr­ge­nommen. „Da­mit gefährden sie nicht nur sich selbst, sondern auch die Fahrer“, macht Nowak bewusst. Jeden Tag gibt es solche Situationen, wenn 40-Tonner, Seitenlader, Niederflurhubwagen, Wechselbrückenfahrzeuge, Unimogs mit diversen Anhängern und Stapler unterwegs sind. Die Fahrer von Symotion kennen die Situation und steuern die Nutz­fahrzeuge mit höchstens 15 Kilometer pro Stunde auf den engen unüber­sichtlichen Straßen. Aber sie sind nicht die Einzigen. Auch zahlreiche Fahr­zeuge anderer Unter­nehmen sind auf den Werksgeländen unterwegs. „Die externen Fahrer gehen natürlich davon aus, dass bei uns die StVO gilt, und fahren eben auch schneller“, erklärt Andreas Ostermann, Leiter interne Transporte und Lagerung bei Symotion. Zudem stehen produktionsbedingt an jeder Ecke Gebinde und Paletten, die die Sicht erschweren. Sind die Fuß­gänger dann auch noch unauf­merk­sam, wird es heikel. Damit steigt auto­matisch das Unfallrisiko. Denn: Muss der Fahrer eines 40-Tonnen-Trucks abrupt bremsen, dann werden gigan­tische physikalische Kräfte frei. 40 Elefanten brauchen einige Meter, bis sie zum Stehen kommen. „Einerseits sind solche Situationen gefährlich, zum anderen wird enorme Energie verschwendet“, erklärt Ostermann. Der Truck muss sich ja anschließend auch wieder in Bewegung setzen.

Eine große Herausforderung für die Fahrer ist die Höhe der Fahrerkanzel und damit der verhinderte Blick auf den Boden. „Jedes Abbremsen stresst den Fahrer und das Material“, so Ostermann. Auch aus diesem Grund sind regelmäßige Trainings Pflicht. So schreibt das Berufskraftfahrer­quali­fikations­gesetz eine entsprechende Schulung alle fünf Jahre vor. Gerade Anfang November haben wieder fünf Symotion-Kollegen, ihre Befähigung unter Beweis gestellt. RÜCKSICHT AUF JEDEN NEHMEN „Die Sicherheit auf dem Gelände zu gewährleisten, ist die Aufgabe aller Mitar­beiter“, appelliert Reinhard Nowak. Nicht nur die der Fahrer von Symotion. Regelmäßig nehmen sie auch an Sicherheitsschulungen teil und regelmäßig be­sprechen sich die Sicherheitsverantwortlichen mit Ralf Galonska, Fachkraft für Arbeits­sicher­heit, um gemeinsam nach Lösungen zu suchen. Beispiel Gabel­stapler: Die wur­den mit einem Blue Light ausge­stattet. Ein Signal, was anzeigt, in welche Richtung der Stapler fährt. So sind Umstehende und Passanten gewarnt. Jeder ist für seine eigene Sicherheit verantwortlich. Jeder muss aber auch darauf achten, dass andere nicht gefährdet werden. „Das hat was mit Wertschätzung zu tun“, meint Reinhard Nowak. „Nur so können wir Unfälle auf dem Werksgelände vermeiden.“


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